Steuern und Vorsorge 2017 und 2018 samt Ausblick | Drucken |

Gerne nutzen wir die Gelegenheit, Sie über Aktuelles zu informieren.

Kanton Zürich: Zuständigkeit beim Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons
Ab 1. Januar 2017 gilt im Kanton Zürich bei Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons das Zuzugsprinzip, dass heisst dass diejenige Gemeinde für die Steuereinschätzung zuständig ist, in welcher der Steuerpflichtige am 31. Dezember seinen Wohnsitz hat (bisher 1. Januar).

 

Straflose Selbstanzeige im Kontext des internationalen automatischen Informationsaustausches (AIA)
Hier die aktuelle Praxis ausgewählter Kantone:
-   Kanton St. Gallen: Die straflose Selbstanzeige ist nur zulässig, solange die Eidg. Steuerverwaltung noch keine
    Kenntnis von ausländischen Bankkonten hat.
-   Kanton Zürich: Die straflose Selbstanzeige ist bis zur Aufdeckung einer Steuerhinterziehung durch das
    Steueramt möglich.
-   Kanton Thurgau: Die straflose Selbstanzeige ist so lange möglich, als noch keine Meldung des betroffenen
    Vertragsstaates an die Eidg. Steuerverwaltung übermittelt wurde.

 

Säule 3a
Der maximale Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) beträgt für 2018 CHF 6'768 bzw. CHF 33'840. Gerne zeigen wir Ihnen Ihre Steuersparmöglichkeiten auf.

 

Berufliche Vorsorge (BVG)
Der Bundesrat hat am 1. November 2017 entschieden, den Mindestzinssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge für 2018 bei 1.00% zu belassen.

 

Berufliche Aus- und Weiterbildungskosten
Ab der Steuerperiode 2016 sind nebst den beruflichen Weiterbildungskosten neu auch berufliche Umschulungs- und Ausbildungskosten abziehbar. Der Abzug ist aber neu auf CHF 12'000 pro Jahr begrenzt. Wir verweisen diesbezüglich auch auf die Medienmitteilung der Eidg. Steuerverwaltung.

 

Pendlerabzug
Direkte Bundessteuer: Ab der Steuerperiode 2016 können für den Arbeitsweg nur noch Kosten bis zu einem Maximalbetrag von CHF 3'000 geltend gemacht werden.

Die Kantone können den Maximalbetrag für den Arbeitswegabzug selber bestimmen.
-   Kanton Schwyz: Es bleibt bei der aktuellen Regelung. Somit ergibt sich ab 1. Januar 2016 keine Änderung; es bleibt
    beim maximalen Abzug von CHF 10'000 bei Geltendmachung von CHF 0.70 pro Kilometer.
-   Kanton St. Gallen: Der Maximalbetrag von CHF 3'655 wurde durch die Volksabstimmung vom 15. November 2015
    angenommen. Der neue Maximalbetrag gilt ab 1. Januar 2016. 
-   Kanton Thurgau: Der Maximalbetrag von CHF 6'000 wurde durch den Grossen Rat beschlossen.
    Das Referendum ist gescheitert. Der neue Maximalbetrag gilt ab 1. Januar 2016. 

-   Kanton Zürich: Für die Jahre 2016 und 2017 ergibt sich keine Einschränkung; es bleibt bei der bisherigen
    Abzugsfähigkeit. Ab 1. Januar 2018 wird der Maximalabzug auf CHF 5'000.00 begrenzt
.

Geschäftsfahrzeuge1)
Die Steuerbehörden sehen Handlungsbedarf bei Steuerpflichtigen, welche ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung gestellt erhalten. Die Differenz zwischen effektivem Aufwand und maximalem Abzug soll als fiktives Einkommen aufgerechnet werden. Dies betrifft einerseits die direkte Bundessteuer und in der Region derzeit den Kanton St. Gallen, nicht aber die Kantone Zürich und Schwyz.

Beispiel Kanton St. Gallen: Arbeitsweg 40km, zweimal pro Tag, 220 Arbeitstage im Kalenderjahr, mit dem Geschäftsfahrzeug; Ansatz CHF 0.70 pro Kilometer ergibt Gesamtkosten von CHF 12'320. Aufrechnung der Differenz von CHF 8'665 bzw. CHF 9'320 als fiktives Einkommen.

1) Diesbezüglich besteht eine Motion (Ettlin) mit folgendem aktuellen Stand nach der Frühjahrssession 2017:
    - Ständerat: Annahme der Motion am 27. September 2016, welche fordert, dass die vorstehende Regelung für 
      Geschäftsfahrzeuge 
nicht angewendet wird.
    - Nationalrat: Mit der Abstimmung vom 27. Februar 2017 wird die Motion mit folgender Änderung angenommen: Der 
      Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen gesetzlichen Änderungen
 vorzuschlagen damit auf Verwaltungsstufe
      ein Einkommensteil für die Nutzung des Geschäftsfahrzeuges für den Arbeitsweg mit 9.6% des Fahrzeugkaufpreises
      für die private Nutzung des Geschäftsfahrzeuges mit 
abgegolten ist.

(Ergänzend: Bezüglich Deklaration auf dem Lohnausweis = siehe Rubrik Lohnausweis 2016 auf unserer Homepage).

 

Negativzinsen
Negativzinsen, welche auf Einlagen bei Banken oder Sparkassen anfallen, stellen im Privatvermögen abzugsfähige Verwaltungskosten dar, weil sie im Zusammenhang mit der Verwaltung von beweglichem Vermögen anfallen. Dies hat das Zürcher Steueramt bereits definiert.

 

Verrechnungssteuer (Neuregelung im Kanton Zürich)
Ab 1. Januar 2017 wird im Kanton Zürich das Verrechnungssteuerguthaben aus dem Jahr 2017 mit den Staats- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2017 verrechnet (nicht wie bis anhin mit dem Folgejahr). Im Übergangsjahr 2017 führt dies dazu, dass die Verrechnungssteuerguthaben aus dem Jahr 2016 und 2017 mit den Staats- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2017 verrechnet werden.

 

Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung
Was soll erfolgen, wenn eine Unzurechnungsfähigkeit eintritt (Demenz, Hirnschlag, etc.)? 

In diesem Fall ist es möglich, dass auch die Kindes- und Erwachsenschutzbehörde (KESB) mit zu integrieren ist. Sie können bereits heute anhand eines Vorsorgeauftrages und einer Patientenverfügung Vorkehrungen festlegen, was bei Eintreten einer Unzurechnungsfähigkeit erfolgen soll.

Vorsorgeauftrag:
Damit haben Sie die Möglichkeit, das Selbstbestimmungsrecht in den Lebensbereichen medizinische und pflegerische Behandlung sowie Hilfe im Alltag (Personensorge), Verwaltung von Einkommen und Vermögen inklusiv Zahlungsverkehr (Vermögenssorge) und Vertretung in rechtlichen Angelegenheiten auch für die Zeit der Urteilsunfähigkeit zu wahren.

Patientenverfügung:
Wollen Sie Ihre Wünsche über den Umfang von medizinischen Behandlungen vorsorglich festhalten? Dann ist die Patientenverfügung das richtige Instrument für Sie. 

Ein Beispiel finden Sie hier.

Es ist ratsam, sich frühzeitig über diese beiden Punkte Gedanken zu machen und mit wenig Aufwand vorzusorgen. Entscheiden Sie sich für die eine oder/und andere Lösung. Können wir Sie in der Entscheidungsfindung unterstützen? Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

Steuererklärung 2017 / Planung 2018
Haben Sie die Steuererklärung 2017 schon erstellt? Möchten Sie eine Steuerplanung? Gerne unterstützen wir Sie dabei.

 

Haben Sie Fragen oder können wir Sie bei der Ausführung unterstützen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Ihr Adwista Treuhand AG-Team